Spielzeit 2019 / 2020

Jacke wie Hose - von Manfred Karge

Mit Carolin Wirth
Regie: Eva-Maria Lüers


Stückinformation
Ella Gericke steht ihren Mann, und das wörtlich:

Nach dem Tod ihres Mannes Max, übernimmt Ella seine Rolle, um seine Stelle und damit auch ihre Existenzgrundlage nicht zu verlieren. Als Mann verkleidet durch- und überlebt sie die Weimarer Republik, das dritte Reich, den Krieg und alle weiteren Turbulenzen bis hin zum Mauerfall.

Doch was bleibt nach so langer Zeit übrig von Ella? Ihren Hoffnungen und Träumen?

Carolin Wirth spielt eine kämpferische Frau, die vor Kraft strotzt und trotzdem zerbrechlich ist wie ein rohes Ei. Das Stück stellt die großen Fragen nach Identität, Moral und Verantwortung ohne die absurde Situation und den Witz seiner Hauptfigur aus den Augen zu verlieren.

Ein aufregender und fesselnder Theaterabend, der in die deutsche Geschichte eintaucht und so den Zuschauer seine aktuelle Realität neu erfahren lässt.


Premiere: 03.01.2020 • 20 Uhr

mit Carolin Wirth
Regie: Eva-Maria Lüers
Dauer: ca. 60 Minuten / keine Pause


Teaser

Die Presse schreibt
06.01.2020: Geschlechtertausch aus purer Not
Kammertheater eröffnet Theaterjahr mit Manfred Karges "Jacke wie Hose" (Westf. Nachrichten)


"Wirth, in rustikaler Männerkleidung und mit Schiebermütze, unter der sie ihre Locken versteckt, schildert die einzelnen Stationen eindringlich und lässt auch die Komik nicht zu kurz kommen, die sich aus ihrem Versteckspiel ergibt.

Man nimmt ihr den Max ab, als der sie auf der Bühne agiert, und auch die Ella, als die sie ihre Aktionen kommentiert.

Reibungslos meistert sie den Wechsel zwischen der Rolle und der Rolle in der Rolle. So nimmt sie den Zuschauer mit auf eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Fahrt durch 70 Jahre deutsche Geschichte."


Pressebilder (Fotos: Hanno Endres)

  • Jacke-wie-Hose-sw-web-1
  • Jacke-wie-Hose-sw-web-2
  • Jacke-wie-Hose-sw-web-3
  • Jacke-wie-Hose-sw-web-5
  • Jacke-wie-Hose-sw-web-6
  • Jacke-wie-Hose-sw-web-7

Plakat

Jacke wie Hose - von Manfred Karge Plakat

Carolin Wirth
wurde 1974 in Hamburg geboren und absolvierte von 1994 bis 1997 ein Schauspielstudium in ihrer Heimatstadt.
Sie arbeitete als Synchronsprecherin im Team von Studio Hamburg Synchron und spielte am Thalia Theater unter der Regie von Jürgen Flimm. Es folgten Theater Engagements in Heidelberg, Festspiele in Bad Vilbel bei Frankfurt und schließlich ein zehnjähriges Engagement im Ensemble des Theater Münster. Dort warteten große Rollen und spannende Projekte auf sie. Seit 2012 ist Carolin Wirth freischaffende Schauspielerin und Sprecherin und gefragte Rezitatorin u. A. für Droste - Hülshoff Gedichte bei der Droste Gesellschaft, dem "Center for Literature" auf Burg Hülshoff und erst kürzlich bei der intermedialen Kunstausstellung "Droste im Glashaus". Zudem spricht sie für den WDR und für die Literaturausstellung im Museum Haus Nottbeck in Stromberg/Oelde. Carolin Wirth unterrichtet Schauspiel am aktuellen Forum in Ahaus und inszeniert dort seit 2013 jedes Jahr sehr erfolgreich selbstgeschriebene und entwickelte Stücke, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Aktuell ist sie als Gast am Theater Münster wieder in zwei Produktionen zu erleben, eines davon ist "Münster 69-Revolution in der Provinz" eine Stückentwicklung von Ruth Messing und Ensemble. Und seit vier Jahren spielt sie erfolgreich "Mutterhabensein" von Carola von Seckendorff unter dem Münsteraner Label FreiFrau. Carolin Wirth lebt mit ihren beiden Kindern in Münster.

Eva-Maria Lüers
wurde 1984 in Wildeshausen geboren. 2011 schloss sie ihr Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft mit dem Abschluss Magister Artium ab. Anschließend arbeitete Lüers für eine Fernsehproduktionsfirma in Los Angeles. Ab 2014 war sie für drei Spielzeiten am Wolfgang Borchert Theater als Regieassistentin und Regisseurin angestellt. Dort inszenierte Lüers erfolgreich das Jugendstück “Bilder deiner großen Liebe“ von Wolfgang Herrndorf. Nach zwei Spielzeiten am Theater Münster arbeitet Eva-Maria Lüers jetzt als Regieassistentin am Theater Osnabrück.

Mit Jacke wie Hose schließt sie nun an ihre vielfach gelobte Inszenierung von norway.today im Kleinen Bühnenboden im letzten März an.

Eine Ko-Produktion des Kammertheaters Der Kleine Bühnenboden mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Münster